Ich habe es geschafft, noch nie mit Stäbchen zu essen.
Ich habe es geschafft, noch nie Sushi zu probieren.
Zum Mond bin ich auch noch nicht geflogen.
Das letzte Mal am Meer war ich vor zwanzig Jahren.
Ich habe es geschafft, Mitte sechzig zu werden,
ohne ein Verbrechen zu begehen.
Meine Rente ist dreiziffrig, aber immerhin überhaupt.
Was mein Gehirn mir so alles visionär vordusselte, was
man so erreichen könnte, gilt als abgehakt.
Selbst fühle ich mich verwirklicht.
Stell dir vor.
Groß raus wollte ich nie kommen. Ich bin oft müde.
Mein Körper ist das Fragezeichen im Spiel.
Geistig geht rund um die Uhr, wenn der Tag mich lässt.
Druckt eines einen Text von mir öffentlich ab,
freue ich mich: freudige Freude, pur.
Das genügt mir schon. Danke.
Mir ist dauerbewusst, dass ich eines Tages nicht mehr hier bin.
Das nagt und bohrt hin und wieder,
schwimmt in jeder Zelle: und wie man es heute sichtbar machen kann.
Zu gerne hätte ich noch ein paar Jahrhunderte gesehen;
was aus den Nachgeborenen wird,
wie Das-mit-dem-Klima weitergeht,
was Regierenden noch alles an Blödsinn einfällt,
wie arm die Armut noch werden muss, bis sie an die Waffen geht.
Manchmal allerdings denke ich, wenn Schmerzen aller Gattungen
kaum noch zu verschmerzen sind: besser nicht.
Körper, du windschiefes Fragezeichen im Spiel.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.